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Deine Bewerbungsunterlagen entscheiden darüber, ob du deinen Traumjob bekommst, oder ob es mit der Stellensuche weitergeht. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass du beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen alles korrekt machst.

Beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen musst du auf folgendes achten:

  • Rechtsschreibung und Grammatik 

  • Vollständigkeit der Angaben und Unterlagen

  • Layout und Stil der Unterlagen 

  • Unterlagen sind in einem einheitlichen Format (PDF – alles andere ist ein no go)

Diese Unterlagen gehören i.d.R. zu den Standard Bewerbungsunterlagen in der Schweiz:

Bewerbungsschreiben / Motivationsschreiben

Im Bewerbungsschreiben wird auf maximal einer Seite Bezug auf das Stellenangebot genommen und folgendes mitgeteilt:

  • meine Motivation – für genau diese Stelle – damit soll dem Leser schnell klar werden, dass ich hoch motiviert bin
  • meine Eignung – speziell für diese Tätigkeit – damit zeigst du, dass du der ideale Kandidat bist
  • Besonderheiten / Extras – zum Vorteil des Unternehmens (z. B. Insiderwissen, interessante Kontakte, besondere Sprachkenntnisse usw.).

Dieses Schreiben soll die intensive Auseinandersetzung mit den Stellenanforderungen aufzeigen und wie das eigene Profil genau auf diese passt.

Das Verfassen eines Motivationsschreibens ist geprägt durch die Gratwanderung zwischen dem Einhalten bestimmter formeller Regeln und dem Wunsch, die eigene Persönlichkeit hineinzubringen.  In manchen (z.B. kreativen) Berufen ist es sogar erwünscht, sich etwas ausgefallener darzustellen. In aller Regel empfiehlt es sich aber, einem gewissen formellen Rahmen zu folgen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Kürze: Die maximale Länge sollte eine A4-Seite nicht überschreiten.
  • Motivation: Weshalb genau diese Stelle und dieses Unternehmen?
  • Anforderungen: Zeige einem Arbeitgeber, dass genau du die richtige Person für diesen Job bist. Zeige dem Arbeitgeber, dass genau du über die gesuchten Kompetenzen und Fähigkeiten verfügst.

Einleitung

Die Briefeinleitung ist entscheidend. Du bestimmst, ob der Leser gefesselt oder gelangweilt wird. Ziel der Einleitung ist es, die Neugier des Personalverantwortlichen zu wecken. Wähle einen direkten und prägnanten Stil.

Vermeide folgendes:

  • ich beziehe mich auf Ihr Stelleninserat vom ………….
  • mit grossem Interesse habe ich ………..
  • etc.

warum nicht:

  • … als engagierter Verkäufer mit über XY Jahren Erfahrung in der Betreuung einer anspruchsvollen Kundschaft gelingt es mir langfristige Kundenbeziehungen auf- und auszubauen …

So lieferst du dem Leser gleich ein Leistungsversprechen das ihn dazu animiert, noch mehr darüber zu erfahren, wie Du ihm helfen kannst.

Keywords – der Schlüssel zum Erfolg

Die Verwendung von Keywords gehört mittlerweile zum kleinen 1×1 bei der Bewerbung.

Die Keywords finden sich ganz leicht im Stelleninserat (z.B. unter Herausforderungen/Anforderungen oder Kompetenzen/Sie bringen mit).

Es gilt dem neuen Arbeitgeber aufzuzeigen, dass genau du der/die richtige bist für diesen Job. Ich schlage vor, dass du nicht nur sagst, dass du etwas kannst, sondern auch sagst wie und wesshalb du es gut kannst!

Beeindrucke mit deinem Wissen über den neuen Arbeitgeber

Die Kernaussage deines Bewerbungsschreibens sollte sein, dass du nicht einfach einenJob bei irgend einer Firma suchst, sondern genau diesen Job in exakt dieser Firma! Beweise, dass du dich über diese Firma sehr gut informiert hast – das ist ja in der heutigen Zeit kein Problem mehr.

Häufige Fehler im Bewerbungsschreiben

  • Ein Brief von 2 bis 3 Seiten, der Ihre Lebensgeschichte erzählt – damit langweilen sie den Empfänger
  • falsche und verschiedene Schriftarten – die Schriftart und Grösse muss bei allen Dokumenten gleich sein!
  • Rechtschreibfehler in der Bewerbung, Name des Personalverant­wortlichen falsch geschrieben, Anrede Herr statt Frau oder um­gekehrt (zeigt mangelnde Gründ­lichkeit bei der Informationsbe­schaffung).
  • fehlende Keywords
  • du gehst zu wenig auf den neuen Arbeitgeber ein
  • verschachtelte Sätze sind ein „no go“
  • Worthülsen ohne jegliche Aussgekraft
  • schlechte Druckqualität – achten sie auf eine gute Druckqualität (am besten auf einem Laser-Drucker)
  • Wiederholungen – vermeiden Sie unbedingt Wiederholungen (auch wenn Sie andere Worte verwenden)
  • Irrtümer in Bezug auf das Unternehmen (Tätigkeit, Grösse, Produkte etc.).
  • Negative oder vage Äusserungen. Es ist nicht angebracht, Ihre Probleme oder Zweifel zu äussern. „Da ich nun schon ein Jahr arbeitslos bin, frage ich mich, ob ich einen anderen Berufsweg ein­schlagen sollte.” „Obwohl ich schon immer mit Zahlen gearbeitet habe, würde ich mich vielleicht wohler fühlen, wenn ich mit Menschen zu tun hätte.”
  • Floskelhafte Wendungen: „Ich bin dynamisch und selbstständig und möchte Ihnen meine Dienste anbieten.” „Ich erlaube mir, Ihnen meine Bewerbung für die ausge­schriebene Stelle zu unterbreiten.”
  • Aufgeblasener und veralteter Stil: „Ich ersuche Sie, ge­schätzter Herr X, um ein Gespräch …”, … und verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung …”.
  • Ein verzweifelter Ton: „Wenn Sie glauben, dass ich für Ihre Firma nützlich sein könnte, …”.

Ich bin ein absoluter Gegner von sog. Muster-Bewerbungsschreiben und halte auch nichts davon, wenn man Bewerbungsschreiben erstellen lässt.

Lebenslauf / CV

Was gehört in einen Lebenslauf?

  • Aus- und Weiterbildungen
  • Verlauf der bisherigen Laufbahn (Dauer der Anstellungen, Funktionen, Arbeitgeber, Berufserfahrungen)
  • Spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten (z.B. Sprach- oder Informatik-Kenntnisse, Führerschein, etc.)
  • Ausserberufliche Erfahrungen (z.B. Führungserfahrung in der Feuerwehr etc.)
  • Referenzen (ich führe meine Referenzen lieber in einem sep. Verzeichnis auf und gebe dieses erst auf Anfrage ab)
  • zeige deine Erfolge (z.B. dank meinem Engagement im Verkauf, konnten die Verkäufe um 25% gesteigert werden, oder dank meiner konsequenten Kontrolle konnten die Kosten um 25% reduziert werden oder …..)

Die Schemen für einen Lebenslauf

  • Anti-Chronologisch: Die Auflistung beginnt bei der aktuellsten Anstellung / professionellen Erfahrung und geht dann zurück bis zur ersten. Ich empfehle klar diese Variante
  • Thematisch: Die aktuell gewünschten Kompetenzen werden hervorgehoben und das Augenmerk wird so auf die passenden Fähigkeiten und Erfahrungen gelegt.
  • Chronologisch: Beginnend bei der ersten professionellen Erfahrung (z.B. den Schul- oder Universitätsabschluss) wird aufgelistet bis zum heutigen Zeitpunkt.

Das Ganze wird tabellarisch und am Computer verfasst. Bewerbungsschreiben und Lebenslauf sind Visitenkarten. Wichtig sind eine ansprechende Präsentation und eine fehlerfreie und saubere Gestaltung.

Gliederung Lebenslauf

  1. Titel: Lebenslauf oder Curriculum Vitae (CV)
  2. Personalien (inkl. Photo)
    • Name, Vorname
    • Adresse
    • Telefon
    • E-Mail (die Angabe einer persönlichen E-Mail Adresse ist heute zwingend – stellen sie aber auch sicher, dass sie diese täglich kontrollieren!
    • Geburtsdatum
    • Geburtsort
    • Nationalität
    • ggf. Aufenthaltsbewilligung
    • Bei Lehrlingen – Eltern mit Name und Beruf des Vaters und der Mutter
    • Bei Lehrlingen – Geschwister, mit Name, Jahrgang und Schule
    • Photo – das Photo muss nicht zwingend farbig sein, auch schwarz/weiss kann sehr gut wirken. Es darf auf gar keinen Fall ein sog. “selfie” verwendet werden. Ich empfehle ganz klar ein gutes und professionelles Portrait eines Photografen. Achtung: unbedingt ein aktuelles Photo verwenden!
  3. Schulbildung (Ausbildung)
    • zurzeit – 3. Sekundarschule, Rheinfelden
    • 20XX – 20XX – 1.-2. Sekundarschule, Rheinfelden
    • 20XX – 20XX 1.-6. Primarschule, Rheinfelden
  4. Sprachkenntnisse
    • Deutsch – Muttersprache
    • Englisch – 2. Muttersprache oder Herkunftssprache
    • Französisch – Schulkenntnisse (2 Schuljahre und ein Sprachaufenthalt von 4 Wochen in Paris)
    • Italienisch – Schulkenntnisse (1 Schuljahr)
  5. Schnupperlehre (nur bei Lehrlingen)
    • 15. Mai 20XX, Detailhandelsfachfrau, Mediamarkt, Prateln
  6.  Hobbys
    • Sport: Fussball, Fussballclub Rheinfelden seit 20XX
    • Musik: Gitarre, Gitarrenunterricht seit 20XX
    • Freunde: mit Freunden geselliges Zusammensein (z.B. grillieren)
    • Lesen: mein aktuelles Buch: Biografie von xxxxxxx
    • Pfadfinder: seit 20XX bei xxxx, derzeit Pfadiführer
  7. Referenzen
    • ich empfehle an dieser Stelle mind. zwei Referenzen aufzuführen – aber aufgepasst – die Personen müssen vorher unbedingt angefragt werden!

Mein Tipp:

Oft kommt es vor, dass eine Berufslaufbahn Lücken aufweist. Hier ein paar Tipps dazu:

  • Wer am Anfang der Laufbahn steht oder während einiger Jahre nicht gearbeitet hat, kann Praktika, Auslandaufenthalte, Tätigkeiten in Vereinen oder gemeinnützige Arbeit aufführen.
  • Im Fall ungenügender oder nicht anerkannter Aus- und/oder Weiterbildung können Erfahrungen und Erfolge hervorgehoben werden.
  • Stellenlose können im Lebenslauf ihre Anstrengungen aufführen, um wieder eine Stelle zu finden: Weiterbildung, Praktika, Kompetenzprofil, usw.
  • du solltest Lücken in einem Lebenslauf unbedingt vermeiden – und denke daren: immer ehrlich bleiben

Zeugnisse / Arbeitszeugnisse & Diplome

Zur Bestätigung der Angaben im Lebenslauf werden die Zeugnisse bisheriger Arbeitsstellen und/oder Ausbildungsabschlüsse beigelegt. Folgende Hinweise können bei der richtigen Zusammenstellung behilflich sein:

  • Berufliche Tätigkeiten lückenlos mit Zeugnissen dokumentieren.
  • Grundsätzlich bei jedem Stellenwechsel Zeugnis oder mindestens Arbeitsbestätigung anfordern.
  • Anderes, wenn dies sinnvoll und gewünscht ist (z.B. gestalterische Entwürfe bei künstlerischen Berufen oder Kopien von Sprachdiplomen bei kaufmännischen Stellen usw.).
  • Am Anfang einer Berufslaufbahn schulische Zeugnisse beilegen oder wenn möglich andere Aktivitäten und Engagements vorweisen. Letzteres gilt auch für Personen, die länger nicht mehr gearbeitet haben (Arbeitslosigkeit, Familienpause).

Referenzen

Es besteht die Möglichkeit, in der Bewerbung Firmen resp. Personen anzugeben, die über dein Know-how und deine Arbeitsweise Auskünfte erteilen können. Dies sollten aber nur Personen sein, die auch dazu bereit sind (Erlaubnis ist zwingend einzuholen!). Referenzen können auch erst beim Vorstellungsgespräch mitgebracht werden (ich empfehle dieses Vorgehen!).

last but not least – der Zeitpunkt für den Versand deiner Bewerbungsunterlagen

Untersuchungen haben gezeigt, dass der richtige Zeitpunkt für den Versand der Bewerbung entscheidend ist.

  • deine Chance zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, sinkt auf ca. 5%, wenn du deine E-Mail erst nach 16.00 Uhr abschickst
  • sollte deine E-Mail erst nach 19.00 Uhr eintreffen, so sinkt die Chance auf unter 3%

Wann ist der ideale Zeitpunkt, eine Bewerbung zu senden (E-Mail)

 

 

Ja ich interessiere mich für ein Bewerbungscoaching!

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