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Glücklich am Arbeitsplatz

Wie oft stehen sie am Morgen mit dem Gedanken auf „Ich habe heute keine Lust auf die Arbeit“?

Vielleicht lautet Ihre Antwort „zu oft“. Ihre Arbeitstage gleichen einer Achterbahnfahrt: Es geht acht Stunden lang auf und ab, sodass sie nach Feierabend mit einem Gefühl der Übelkeit das Büro verlassen. Ihr größter Tageserfolg besteht darin, Ihren Arbeitskollegen keinen Kaffee ins Gesicht geschüttet zu haben und ihr Arbeitshöhepunkt ist der Feierabend.

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, möchten sie vermutlich etwas an ihrer Situation ändern. Sie möchten mit ihrer Arbeit glücklich sein, denn die Unzufriedenheit zerrt an ihrem Wohlbefinden und damit an ihrer Gesundheit.

Sie verbringen mehr als die Hälfte ihres Lebens auf der Arbeit. Und weil sie täglich so viel Zeit auf der Arbeit verbringen, sollten sie auch glücklich am Arbeitsplatz sein.

Was bedeutet „Glück“ eigentlich?

Im Duden hat Glück unter anderem folgende Bedeutung:

„Ein Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung.“

Eines vorweg: Sie können nicht täglich 24 Stunden lang glücklich sein. Denn Glück ist kein anhaltender Zustand. Es bedarf auch schlechter Tage, damit Glück überhaupt existieren kann. Viel mehr geht es darum, etwas öfter glücklicher und zufrieden zu sein.

 Sicher kennen sie diese Tage, an denen sie gestresst von der Arbeit nach Hause kommen und ihr soziales Umfeld ihre miese Laune zu spüren bekommt. Vielleicht vernachlässigen sie aber auch ihre Hobbies, weil sie einfach zu erschöpft sind und nach der Arbeit nur noch entspannen wollen. Doch genau das schadet auf Dauer ihrem Wohlbefinden und ihrer Gesundheit.

Ob sie glücklich sind oder nicht, liegt grösstenteils an der Beschaffenheit ihrer Gedanken und an ihrem Handeln!

Vielleicht denken sie jetzt:

„Es liegt nicht in meinen Händen, ob ich glücklich am Arbeitsplatz bin.“

Was ist, wenn ich ihnen sage: Doch, es liegt in ihren Händen?

Denn Glücklichsein ist zum Grossteil ihre eigene Entscheidung. Zwar können sie nicht immer beeinflussen, was ihnen im Leben geschieht. Doch sie können immer wählen, wie sie auf bestimmte Ereignisse reagieren. Nur sie entscheiden darüber, ob das Glas halb voll oder halb leer ist und ob sie positiv über ihre Arbeit denken oder nicht.

Kurz gesagt erschaffen ihre Gedanken ihre Realität. Und genau so wie sie gegenüber ihrer Arbeit eingestellt sind, ziehen sie auch bestimmte Handlungen und Ereignisse an.

Verlassen sie beispielsweise bereits morgens mit den Gedanken „Ich hab keine Lust auf meine Arbeit“ das Haus, legen sie sich mit dieser negativen Denkweise bereits den Grundstein für einen schlechten Arbeitstag.

Wenn sie ihrem Team oder Boss Schuldzuweisungen für ihre Unzufriedenheit auferlegen, geben sie in diesem Moment die Verantwortung für ihr Leben ab. Sie machen ihr Glück von anderen abhängig und fühlen sich ohnmächtig. Schuldzuweisungen sind für viele Menschen einfacher, weil sie sich dann selbst nicht mehr in der Schuld sehen, dass ihr Leben so läuft wie es läuft. Es ist immer einfacher, anderen die Verantwortung zu übergeben.

Meine Tipps für mehr Glück im Alltag

Tun sie Dinge, die sie lieben

Im Alltagsstress gehen die Dinge, die uns eigentlich wichtig sind, oft unter. Dabei ist das, was sie lieben, der beste Glücksspender. Stellen Sie sich mal selbst in den Mittelpunkt (und nicht nur ihre Arbeit oder die Familie). Sind sie dabei ganz ehrlich zu sich selbst – manchmal sind es kleine Dinge, die grosses bewirken.

Verbringen sie Zeit mit Menschen, die Ihnen wichtig sind

Einen entspannten Tag mit der Familie verbringen, mit Freunden zusammensitzen und ein Glas Wein geniessen, ein Treffen mit alten Freunden …. Zeit mit Menschen, die uns wichtig sind, hat das beste Potenzial für Glücksmomente

Reduzieren Sie Stress

Stress ist vermutlich einer der grössten Glückskiller unserer Zeit. Wenn sie von einem Termin zum anderen hetzen, haben sie weder einen Blick für das Schöne noch Zeit für die Dinge, die ihnen wichtig sind. Zusätzlich macht Stress auch noch krank. Genügend Gründe, um Stress in ihrem Leben abzubauen. Wie das geht, ist sehr individuell, weil es von den Faktoren abhängt, die ihnen besonders viel Stress verursachen. Vielleicht müssen sie Aufgaben abgeben, vielleicht schlummernde Konflikte lösen oder sich sogar von bestimmten Menschen trennen. Manchmal sind es aber auch eher kleine Dinge wie ein besseres Zeitmanagement oder regelmäßige kurze Entspannungspausen, die helfen, den Stress abzubauen.

Gehen sie an die frische Luft

Die Natur ist ein gewaltiger Glücksspender. Ganz besonders deutlich wird das, wenn wir am Strand stehen und aufs Meer hinausschauen. Aber auch Flussufer, Wälder, Blumenwiesen oder schneebedeckte Felder machen glücklich. Und wenn es draußen nur grau ist: Dann tun zumindest das Tageslicht und die Luft uns gut. Verschiedene Studien haben gezeigt: Menschen, die regelmäßig draußen sind, sind auch glücklicher.

Lernen sie Nein zu sagen

Wer sich immer wieder Aufgaben (oder auch Termine und Waren) aufschwatzen lässt, verschwendet viel Zeit, Mühe und Geld. Glücklich zu sein, das heißt auch: Wissen, was nicht gut tut, und es dann möglichst auch nicht zu tun. Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, dass auch mal nervige Aufgaben nötig werden. Lernen sie, Nein zu sagen, und geniessen sie das kleine Glücksgefühl, eine unangenehme Aufgabe nicht machen zu müssen.

Arbeiten sie an ihren Träumen und Visionen

Welche Ziele möchten sie im Leben noch erreichen? Was ist ihre Vision von einem erfüllten Leben? Welche Träume warten noch darauf, Wirklichkeit zu werden? Nehmen sie diese Ziele, Visionen und Träume ernst und arbeiten sie möglichst täglich daran, ihnen näherzukommen. Selbst wenn die Erfüllung noch in weiter Ferne liegt: Schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung macht glücklich.

Treiben sie Sport

Sport setzt Endorphine frei und die machen glücklich. Außerdem verbessert Bewegung unsere Gesundheit. Und gesund und fit zu sein ist ebenfalls eine gute Basis für Glück.

Meditieren sie

In der Meditation können die Gedanken endlich mal zur Ruhe kommen und Platz machen für Entspannung. Viele Menschen empfinden deshalb das Meditieren als großen Glücksfaktor. Probieren sie es doch einfach mal aus.

Sorgen sie für eine Balance von geben und nehmen

Wer ständig nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist, wird auf Dauer nicht glücklich. Wer ständig nur gibt und sich selbst dabei auspowert, ebenfalls nicht. Wirklich glücklich sind die Menschen, die einerseits Gutes annehmen können, es andererseits aber auch gerne an andere weitergeben. Das kann sich auf viele Bereiche des Lebens beziehen: Geld, Zeit, Komplimente, Aufmerksamkeit, Hilfe etc.

Behandeln sie sich liebevoll

Mal ganz ehrlich: Wie gehen sie eigentlich mit sich selbst um? Achten sie auf ihre Bedürfnisse? Sprechen sie sich in Gedanken selbst Mut zu oder machen sie sich eher klein, wenn etwas nicht gelingt? Sorgen sie dafür, dass sie alles bekommen, was sie zum Wohlergehen brauchen? Viele Menschen haben den Eindruck, für solche Dinge wären andere Menschen zuständig, doch das ist ein grosser Irrtum, der schnell unglücklich macht. In erster Linie liegt es an ihnen, sich liebevoll zu behandeln.

Verbannen sie alles was ihnen schadet (auch Personen)

Was tut ihnen nicht gut? Über welche Aufgaben, Dinge oder auch Menschen ärgern sie sich ständig, ohne dass es auch gute Zeiten gibt? Wenn es solche Faktoren in ihrem Leben gibt, sollten sie ernsthaft versuchen, sich von ihnen zu lösen. Nichts und niemand hat das Recht, uns dauerhaft zu schaden. Verbannen sie solche Dinge und auch Menschen aus ihrem Leben.

Sorgen Sie für genügend und guten Schlaf

Dass genügend Schlaf ein wichtiger Glücksfaktor ist, wissen wir eigentlich alle aus eigener Erfahrung. Trotzdem tun wir oft viel zu wenig dafür. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, für besseren Schlaf zu sorgen: Frühzeitig ins Bett gehen. Abends für Entspannung sorgen. Das Bett und das Schlafzimmer optimieren, sodass sie echte Ruheplätze abgeben.

Leben sie im hier und jetzt

Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern und wie sich die Zukunft entwickelt, kann man heute noch nicht absehen. Glücklich sind vor allem die Menschen, denen es gelingt, im Hier und Jetzt zu leben. Das bedeutet, sich nicht ständig mit der Vergangenheit zu beschäftigen und das Glück nicht in einer ungewissen Zukunft zu suchen.

Lernen Sie zu verzeihen

Alter Zorn und verletzte Gefühle können echte Glückskiller sein. Das Mittel dagegen ist aber ganz einfach: Verzeihen. Viele Menschen wollen oder können nicht verzeihen, weil sie sich eines nicht klar machen: Ihr Groll schadet nicht dem Menschen, der ihnen etwas angetan hat, sondern nur ihnen selbst. Der andere bekommt davon meist wenig resp. gar nichts mit. Sie selbst aber müssen sich immer wieder mit der eigenen schlechten Stimmung herumärgern. Verzeihen bedeutet nicht, alles zu vergessen oder etwas gutzuheissen. Es bedeutet nur, sich selbst freizumachen von den Verletzungen der Vergangenheit.

Schauen sie auf das was sie haben

Viele Menschen achten vor allem auf die Dinge oder Fähigkeiten, die sie gerne hätten, aber nicht haben. Die Nachbarn haben ein grösseres und schöneres Auto, die Freundin ist schlanker etc. Wenn sie ihre Gedanken ständig auf den Mangel richten, macht sie dies nur unglücklich. Wende sie ihre Aufmerksamkeit lieber den Dingen zu, die sie schon haben. Denn sie bilden die Basis für ihr Glück.

Lächeln sie

Vor einigen Jahren hat man etwas Erstaunliches festgestellt: Das Gehirn scheint sich von den Gesichtsmuskeln Informationen darüber abzuholen, wie es uns geht. Das bedeutet: Wenn sie lächeln – selbst, wenn ihnen gar nicht danach ist, signalisieren sie sich selbst, dass es ihnen gut geht, und das Gehirn schüttet die passenden Botenstoffe aus, die sie tatsächlich glücklicher machen.

Beginnen sie heute

Glücklich am Arbeitsplatz und glücklich im Leben lässt sich nicht verschieben. Wenn sie glücklicher werden wollen, müssen sie heute damit anfangen!