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Die Digitalisierung unserer Gesellschaft schreitet immer weiter und schneller voran. Bei vielen von uns hat sich seit Ende der 90er Jahre so einiges geändert. Hand aufs Herz; haben Sie damals wirklich erahnt, dass sich die Kommunikation derart schnell und grundlegend verändern wird?

Wir stehen erst am Anfang

Die technologische Entwicklung schreitet immer schneller voran und zieht immer mehr Industrie- und Dienstleistungsbereiche in ihren Sog. Waren bisher vor allem die Bereiche Telekommunikation, Finanz und Dienstleistung betroffen, so werden dies in Zukunft auch Bereiche wie Chemie, Pharma, Gesundheitswesen, Verwaltung, Transport und Energie etc. sein.

In diesen Bereichen erwartet man von der technologischen Entwicklung in relativ kurzer Zeit die grössten Entwicklungen:

  • Gentechnik und Biotechnologie
  • Nanotechnologie
  • Raumfahrt
  • Roboter und Androiden
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Verkehr und Logistik (Fahrzeugtechnik etc.)
  • Energieerzeugung
  • Medizin und Medizintechnik
  • Bildung

All diese Entwicklungen werden bereits in naher Zukunft grossen Einfluss auf unser Leben und unsere ganze Gesellschaft haben.

Eine gute oder schlechte Entwicklung?

Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird man die langfristigen Auswirkungen (vor allem auch die sozialen, ökologischen und kulturellen Auswirkungen) erst in ein paar Dekaden abschliessend beurteilen können.

Meiner Meinung nach lässt sich die Digitalisierung resp. die technologische Entwicklung nicht mit der industriellen Revolution vergleichen. Die Auswirkungen der Digitalisierung und der technologischen Entwicklung sind viel einschneidender für unsere Gesellschaft.

Wie bei allen Entwicklungen, bieten sich auch bei der Digitalisierung viele Chancen und Risiken. Dies gilt nicht nur für die jeweils betroffenen Branchen, Unternehmungen und Mitarbeiter, sondern für die ganze Gesellschaft. Daher ist es ganz wichtig, dass sich die Politik frühzeitig mit der Thematik auseinandersetzt und versucht Antworten auf wichtige Fragen zu geben und wo nötig auch entsprechende Rahmenbedingungen schafft.

Wie gehen wir mit diesem Veränderungsprozess um?

Die Unternehmen, der am stärksten betroffenen Branchen haben eigentlich nur eine Möglichkeit – sie müssen sich anpassen. Sie müssen teilweise das ganze Geschäftsmodell oder aber die ganze Aufbau- und Ablauforganisation anpassen und in neue Technologien investieren. Die positiven Folgen sind sicherlich eine höhere Effizienz und daraus resultierend eine bessere Rentabilität. Dieser ganze Shake Out zwingt die Unternehmen die schnelle Veränderung auch personell umzusetzen. Das heisst im Klartext, es gehen viele Stellen verloren. Auf der anderen Seite werden mit Sicherheit auch neue Jobs geschaffen. Mit den neu geschaffenen Stellen wird man aber (kurzfristig) den Stellenabbau nicht kompensieren können.

Die meisten Arbeitnehmer realisieren zwar, dass viele Stellen künftig wegfallen (evtl. auch die Eigene), wissen aber nicht, wie sie mit dieser Veränderung konkret umgehen sollen und warten einfach mal ab (siehe auch meinen Blogbeitrag über berufliche Neuorientierung).

Gefragt und gefordert ist aber auch die Politik.

Der Einfluss der Entwicklungen betrifft eigentlich alle Bereiche unserer Politik:

  • Bildungswesen
  • Berufswesen
  • Energie- und Verkehr
  • Raumplanung
  • Finanzen
  • Sicherheit
  • Gesundheitswesen
  • Wirtschaft

um nur einige zu nennen.

Einfluss auf den Arbeitsmarkt

Wir erleben derzeit und auch in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt eine Evolution und keine Revolution. Obschon immer mehr Menschen ihre angestammten Jobs verlieren und sich auf dem Markt neu orientieren müssen, kreiert man mit den neuen Technologien neue Jobs und es entstehen völlig neue Berufsbilder, welche man heute noch gar nicht kennt. Ich kann die Meinung von Jeremy Rifkin, welcher das Ende der Arbeit sieht, überhaupt nicht teilen. Gemäss den neusten Studien erwartet man in allen betroffenen Branchen einen Zuwachs an Arbeitsplätzen von 30 bis 50%. Zudem schrumpft der gesamte Arbeitsmarkt in der Zukunft, da immer weniger junge dazu kommen.

Dabei handelt es sich aber meist um Jobs für hochqualifiziert Spezialisten (welche uns heute schon fehlen).

Es ist nun eine grosse Herausforderung, die Menschen, welche Ihren angestammten Arbeitsplatz verloren haben, in den neu geschaffenen Stellen zu platzieren (Stichwort: Umschulung und Weiterbildung).

Wer ist nun wie gefordert?

Gefordert sind primär:

  • Arbeitgeber– Personalreduktionen einfach zu sozialisieren kann nicht die Lösung sein. Da man die gesuchten Spezialisten vermutlich auf dem Arbeitsmarkt noch gar nicht findet, sollte man versuchen innerhalb der Unternehmung diese Spezialisten zu finden oder selbst auszubilden. Es wäre wünschenswert, wenn Arbeitgeber allen Mitarbeitern Unterstützung im Bereich der beruflichen Entwicklung anbieten würden (Weiterbildung und Umschulung anstatt Outplacement-Angebote). Leider findet man diese langfristige und ethische Denkweise noch zu wenig (vermutlich muss der Leidensdruck noch zunehmen).
  • Arbeitnehmer– einfach nur abwarten und hoffen, dass es mich nicht betrifft, ist keine gute Strategie. Hier ist jeder einzelne gefordert. Wer sich frühzeitig Gedanken über seine berufliche Entwicklung macht und ggf. auch Hilfe in Anspruch nimmt, kann durch geeignete Massnahmen wie z.B. Aus- und Weiterbildung den eigenen Marktwert enorm steigern.
  • Politik– um den ganzen Prozess so gut wie möglich zu steuern, bedarf es einer Vielzahl an Massnahmen. So müssen z.B. das soziale Auffangnetz und das Bildungssystem überarbeitet werden.

Mein Fazit

Ich bin klar der Meinung, dass die Digitalisierung resp. die technologische Entwicklung für unsere Gesellschaft eine grosse Herausforderung darstellt und ein schnelles und beherztes Handeln Aller erfordert.

Ich bin aber auch davon überzeugt, dass die ganze Digitalisierung auf lange Sicht, eine Erfolgsgeschichte sein wird. Leider neigen wir Menschen dazu, Veränderungen mit Angst zu begegnen.

Wichtig in diesem ganzen Transformationsprozess ist aber, dass der Faktor Mensch nicht vernachlässigt wird. Die ganze technologische Entwicklung soll ja zum Wohl aller Menschen beitragen!

Selbstverständlich schmerzt es, wenn man in diesem Prozess die Einzelschicksale der Menschen, welche ihre Stelle verloren haben, kennt. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, im Rahmen meines sozialen Engagements zu helfen. Ich unterstütze Jugendliche und junge Erwachsene im Kanton Aargaubei der (Lehr-)Stellensuche sowie Hochqualifizierte und über 45-jährige im Kanton Zürichbei der Stellensuche.

Mein Job-CoachingAngebot kann vielen helfen, sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu positionieren.